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ROMA NON FU FATTA IN UN GIORNO

Am Montag, 14. Mai 2018 fuhr die 7o des BORG Oberndorf im Rahmen ihrer kulturellen Projektwoche mit der Bahn von Salzburg nach Rom. Zunächst empfing uns die italienische Hauptstadt mit regnerischem Wetter, das aber nach und nach allen Vorhersagen zum Trotz immer freundlicher wurde.

Am ersten Tag unseres Aufenthaltes machte die Klasse Bekanntschaft mit mehreren Episoden mediterranen Platzregens. Diese waren zwar nach kurzer Zeit immer wieder vorbei, ließ die venditori ambulanti aber gute Geschäfte mit ihren Regenschirmen machen. Unser kulturelles Programm an diesem Vormittag, die Besichtigung des antiken Roms mit Colosseo, Palatino, Foro Romano und Campidoglio litt darunter in keinster Weise, was auch der Gelassenheit unseres Reiseführers zu verdanken war. Am Nachmittag schlug dann für viele die Stunde der Wahrheit: Die furchteinflößende Bocca della verità verleitet ja nicht gerade dazu gestellte Fragen mit Lügen zu beantworten. Nach einem kurzen Abstecher in die beeindruckende Basilica San Giovanni in Laterano klang unser erster Tag gemütlich mit einem Abendessen in Trastevere aus.

Der zweite Vormittag stand ganz im Zeichen der Musei Vaticani. Die Besichtigung der Cappella Sistina war für alle wohl ein Höhepunkt des gesamten Programms. Am Nachmittag ging es an Castel Sant’Angelo vorbei weiter zur Piazza Navona und zum Pantheon sowie zu einem wohlverdienten Eis in der Gelateria Giolitti. Der Abend war Piazza di Spagna und Fontana di Trevi gewidmet. Die SchülerInnen zeigten sehenswerten Einsatz beim Werfen der Münze in den Trevibrunnen, so sehr lag ihnen offenbar die damit garantierte spätere (?) Wiederkehr nach Rom am Herzen. Jemand soll sogar gesehen haben, dass einer von ihnen mitsamt der Münze rücklings in den Brunnen fiel.

Am dritten Tag wurden wir zunächst durch die Catacombe di San Callisto geführt, am Nachmittag bestaunten wir schließlich die Basilika San Pietro. Die gemäßigten Temperaturen trugen dazu bei, dass der Großteil der Klasse vor der Mühe die 551 Stufen zur Kuppel zu bewältigen nicht zurückschreckte. Die Aussicht von oben war Lohn genug. Den Abend unseres vorletzten Tages in Rom verbrachten wir mit einem musikalischen Akzent in der Oper, wo Werke von Schönberg, Wagner und Beethoven vom Opernorchester unter der Leitung von Lothar Königs präsentiert wurden.

Schon stand der vierte und letzte Tag unseres Programms bevor. Nachdem auch Rom nicht an einem Tag erbaut worden war, planten wir nicht noch mehr Sehenswürdigkeiten zu absolvieren. Nach den zahlreichen kulturellen Eindrücken der letzten Tage wollten wir unseren Aufenthalt möglichst authentisch ausklingen lassen, was mit dem Besuch des Marktes Campo de‘ Fiori und einem Badeaufenthalt am Lido di Ostia gelang. Am Freitag Abend traten wir die nächtliche Rückreise mit der Bahn an.

Das Gelingen unserer Projektwoche war nicht nur auf das Programm und das gute Essen, sondern vor allem auf die Zuverlässigkeit der TeilnehmerInnen zurückzuführen. Es war dadurch möglich den SchülerInnen Freiräume zu geben, um Stadtteile in Eigenregie zu erkunden. Die Woche war schnell vorüber und nach einer ungewohnten Übernachtung in den Zugabteilen der ÖBB kehrten wir am Samstag frühmorgens nach Salzburg zurück.

G. Baumgartinger